Die Hämostaseologie ist die ärztliche Fachrichtung, die sich mit der Entstehung, Erkennung und Behandlung von Blutgerinnungsstörungen befasst. Sie hat sich als Teilgebiet der Hämatologie im Laufe der Jahre zu einer eigenen Fachrichtung etabliert und ist als solches von der Bayerischen Landesärztekammer anerkannt.

Insbesondere Querverbindungen zur Immunologie (Grundlagen körperlicher Abwehr von Krankheitserregern) haben die Hämostaseologie in das Zentrum vieler differentialdiagnostischer Erwägungen gerückt. Als auf diesem Gebiet klinisch und wissenschaftlich ausgewiesene Spezialisten beraten wir daher sämtliche konservativ und operativ tätigen Fachkollegen, um Ihnen eine optimale Krankenversorgung zu gewährleisten. Als Lehrbeauftragte auf diesem Gebiet stehen wir in Verbindung mit renommierten Spezialzentren.

Einige bekannte Krankheitsbilder sind:

  • von-Willebrand-Syndrom
  • Hämophilie A, Hämophilie B
  • Thrombozytopathie (z. B. Morbus Glanzmann, Bernard-Soulier-Syndrom, Diabetes mellitus, Dialyse, Leberfunktionsstörungen)
  • Thrombose, Lungenembolie
  • Herzinfarkt, Schlaganfall
  • Blutungen (z. B. verlängerte Regelblutung, Blutungen unter Schwangerschaft, häufiges Nasenbluten, Gehirnblutungen)
  • Thrombozytopenie (z. B. Morbus Werlhof, Knochenmarkinsuffizienz)
  • Rezidivierende Spontanabort-Neigung (RSA)

Zu unserem Angebot gehört daher:

  • Abklärung einer erhöhten Blutungsneigung
  • Abklärung einer erhöhten Thromboseneigung
  • Ausführliche Labordiagnostik in einem hämostaseologischen Speziallabor
  • Präoperative Risikoeinschätzung für Blutungen und Thrombosen
  • Vorbeugung und Behandlung von Gerinnungsstörungen mit Blutverdünnern (z. B. Phenprocoumon „Marcumar“, ASS, Clopidogrel, Heparin, Pentasaccharid) oder mit Hämostyptika (z. B. Faktorpräparate, Zellkonzentrate)
  • Ambulante Transfusionen von Erythrozytenkonzentraten und Thrombozytenkonzentraten
  • Ambulante Infusionen (z. B. Immunglobuline)